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VMEA 2011

V-Modell® XT ErfahrungsAustausch

Abstracts




Dr. Thomas Ternite Doris Rauh Doris Rauh & Dr. Thomas Ternité
Siemens / TU Clausthal-Zellerfeld

Das V-Modell lebt - OpenSource / Open Content Ansatz für das V-Modell XT

Eine der Leitlinien des V-Modell XT heißt: "Das V-Modell lebt: Das V-Modell®XT wird im Rahmen eines modernen und gesteuerten Open Source Entwicklungsprojekts ständig unter Einbeziehung der Anwender weiterentwickelt."

Dies hat uns auf die Idee gebracht, einen Vorschlag für eine Open Source / Open Content Community vorzustellen mit dem Ziel die V-Modell Anwender stärker in die Weiterentwicklung einzubinden.

Das Konzept der Erweiterungsmodelle des V-Modell XT ist eine Ausgangsbasis für einen solchen Ansatz. Bis heute kann dieser Mechanismus von Organisationen genutzt werden, um ein auf ihre Bedürfnisse angepasstes V-Modell XT zu erstellen. Zwei parallel entwickelte Erweiterungsmodelle in Einklang zueinander zu bringen ist mit den heutigen Möglichkeiten nur durch manuelle Integration möglich.

Unsere Vorstellung ist es, die grundlegenden Paradigmen dieses Ansatzes aufzugreifen und so auszuweiten, dass Erweiterungsmodelle eher einen "Plugin-Charakter" aufweisen. Anwender sollen aus einem Pool online zur Verfügung gestellter Plugins wählen und damit ihr spezifisches Vorgehensmodell generieren können.

Mögliche Beispiele für Plugins sind, Anpassungen an Standards oder Detaillierungen des V-Modell XT für spezifische Anwendungsdomänen. Beispielsweise könnte ein Plugin domänenspezifische Erweiterungen (z.B. ergänzende Produkte, Methoden, Mustertexte und Anpassungen an die domänenspezifische Nomenklatur) bereitstellen, die im Standardmodell nicht zur Verfügung stehen.

Zusätzlich zu den Plugins (Open Content) wären Open Source Module denkbar, die Anwendungshilfen bereitstellen, wie z.B.:
- Anpassungen des Exports, die für die Allgemeinheit interessant sind.
- Selbstgeschriebenen Werkzeuge wie beispielsweise Auswerteskripten auf Basis von Excel / openoffice und xml.

Für eine solche Vorgehensweise müssen Prozess und Prüfkriterien für die Bereitstellung von neuen Inhalten auf dem Portal definiert werden. Zur Motivation der Community sind folgende Schritte notwendig:
1. Einrichten einer Plattform
2. Veröffentlichung einer V-Modell XT Roadmap
3. Projektdokumentation
- Requirementssammlung
- Vorgaben für Beiträge
- Gremien

Solch ein Prozess würde auch die konstruktive Einbindung aktiver Mitgestalter (Committer) gestatten. Committer könnten eigen entwickelte Plugins auf einer vom Weit e.V. bereitgestellten Plattform hochladen und somit Anwendern zur Verfügung stellen. Um die Qualität der Plugins zu gewährleisten, muss die Plattform moderiert werden. Vorteile für die V-Modell Anwender sind die Anpassung des V-Modells an weitere Standards / Anwendungsdomänen und eine breite Unterstützung der Anwendung des V-Modells in Projekten durch praktische Anwendungshilfen (Skripten, etc.). Der Vortrag hat das Ziel Möglichkeiten und Ausgestaltungsvorschläge für einen solchen Ansatz vorzustellen und zu diskutieren. Das Feedback der V-Modell-Community ist für den Weit e.V. eine wichtige Entscheidungsgrundlage, ob ein solcher Ansatz weiterverfolgt werden soll.

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Dr. Ralf Kneuper
Dr. Ralf Kneuper


Nachweis der Konformität eines Vorgehensmodells zu V-Modell XT

Seit kurzem ist es möglich, eigene (organisationsspezifische) Vorgehensmodelle auf ihre Konformität zu V-Modell XT zu überprüfen und sich das Ergebnis zertifizieren zu lassen. Es ist zu erwarten, dass in absehbarer Zeit auch Kunden, vor allem im öffentlichen Bereich, ihre Softwarelieferanten nach dieser Zertifizierung fragen werden, auch wenn es bisher nur einzelne Konformitätsprüfungen gab.

Dieser Vortrag stellt die notwendigen Schritte vor, die ein Unternehmen gehen muss, um eine solche Zertifizierung zu erhalten.

- Status klären (Grobebene). Ist das organisationsspezifische Modell bereits im Wesentlichen konform und es fehlt für eine Zertifizierung nur noch die Überprüfung plus eventuell die eine oder andere kleine Korrektur, oder ist erst noch eine größere Anpassung erforderlich? Dazu gehört auch die Klärung, ob das zu zertifizierende Modell von V-Modell XT abgeleitet ist oder ein eigenständiges Modell ist, mit entsprechend schwieriger zu erreichender und nachzuweisender Konformität.

- Nach Bedarf Anpassung des eigenen Vorgehenmodells, um Konformität zu erzeugen. Wichtig ist dabei natürlich auch die Einführung dieser Änderung in die Projekte, die hier aber nicht weiter betrachtet werden soll.

- Detailprüfung, Dokumentation und Umsetzung der Ergebnisse: Dies ist der Kern des Zertifizierungsprozesses, der am besten bereits in Zusammenarbeit mit einem V-Modell XT Prozessingenieur (PING) durchgeführt werden sollte. Die Prüfung basiert auf dem vom WEIT e.V. vorgegebenen Konformitätsdokument mit den darin enthaltenen Checklisten. Der Vortrag wird einen kurzen Überblick über den Inhalt der Prüfung geben, insbesondere die Unterscheidung der "allgemeinen" Anforderungen an die Struktur und der "generischen" Anforderungen, die inhaltliche Anforderungen an jedes Element des entsprechenden Typs darstellen. In der Praxis ist zu erwarten, dass meist mehrere Iterationen dieser Detailprüfung und der resultierenden Korrekturen am Vorgehensmodell erforderlich sein werden.

- Wenn alle Abweichungen behoben sind, dann Bestätigung durch einen PING. Die Zertifizierung selbst geschieht durch eine Zertifzierungsorganisation, die selbst wieder ein entsprechendes Verfahrenszertifikat (Verf) besitzen muss.

Zu berücksichtigen ist, dass sich die Zertifizierung auf eine Version des organisationsspezifischen Vorgehensmodells bezieht, die aber natürlich weiter entwickelt und verbessert werden sollte. Hier muss mit dem PING abgestimmt werden, wie man die Änderungen so durchführt, dass die Zertifizierung nicht verloren geht bzw. mit geringem Aufwand aktualisiert werden kann.

Zum Abschluss gibt der Vortrag einige Hinweise auf die zu erwartenden Kosten. Auf Grund der sehr unterschiedlichen Ausgangsbedingungen kann man keine allgemeingültigen Aussagen machen, was eine solche Zertifizierung kostet, aber der Vortrag stellt die wesentlichen Kostentreiber und Rahmenbedingungen vor.

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Peter Lang Thomas Seliger
Thomas Seliger & Peter Lang
Eisenbahnbundesamt / Peter Lang Management- & IT-Consulting

Das neue VM-EBA - Sicher durch den Vorgehensmodell-Dschungel mit dem Kursbuch für (IT-) Projekte des Eisenbahn-Bundesamtes

Mit der Entwicklung des neuen VM-EBA, das das bisherige, seit 1997 bestehende Vorgehensmodell des EBA abgelöst hat, ist es gelungen, den Projektprozess des EBA effizienter zu gestalten, den Projektbeteiligten der EBA-Projekte eine maßgeschneiderte Unterstützung für ihre Mitwirkung in den Projekten zur Verfügung zu stellen und damit die Koordinierung und Steuerung der unterschiedlichen Projektaktivitäten zu erleichtern.

Die Analyse der bisherigen EBA-Projekte führte das Vortailoring zu einem gemäßigten Umfang des V-Modells, der - ergänzt um die rahmenorganisatorischen Besonderheiten des EBA und um praktische Hilfestellungen - den Standard für die Abwicklung der (IT-) Projekte im EBA bildet.

Nachdem die Masse der Projekte im EBA vorwiegend mittlere Größe und Komplexität besitzt, wurde bewusst darauf verzichtet, konkrete Vorgaben für große Projekte zu erarbeiten. Um einzelnen großen Projekten zu begegnen, wurde im neuen VM-EBA ein zusätzlicher Vorgehensbaustein "Upgrade" geschaffen, der den Weg für die Festlegung des projektspezifischen Vorgehens eines großen Projektes, ausgehend von den Standardvorgaben des VM-EBA, aufzeigt und der dieses Tailoring gezielt unterstützt.

Der Vortrag stellt das Konzept des neuen VM-EBA vor, schildert das Vorgehen und die gewonnenen Erfahrungen bei der Erarbeitung und Einführung des VM-EBA und zeigt Tipps und Kniffe, die zum neuen Standard des EBA für seine (IT-)-Projekte geführt haben. Auch mit den integrierten Vorgaben zum spezifischen Projektvorlauf des EBA und mit der Berücksichtigung der Aspekte des IT-Betriebs ist das neue VM-EBA ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die (IT-)Projekte im EBA geworden.

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Mirko Pracht
Mirko Pracht
microTOOL GmbH

Ein Erfahrungsbericht zur Entwicklung medizinischer Produkte mit dem V-Modell XT

Für die Entwicklung medizinischer Produkte gelten zahlreiche Normen, u.a. die DIN EN 60601 für medizinisch elektrische Geräte oder die DIN EN 62304 für Medizingeräte-Software. Darüber hinaus sind weitere Vorgabe für das Risikomanagement (DIN EN 14971) und die Gebrauchstauglichkeit (DIN EN 62366) zu beachten.

Das V-Modell XT kann allgemein für die Systemerstellung in Projekten genutzt werden und bietet ein leistungsfähiges Tailoring-Konzept, mit dem das Vorgehensmodell auf die Projektbedingungen hin angepasst werden kann.

Der Vortrag präsentiert die Erfahrungen bei der Nutzung des V-Modell XT als Entwicklungsmodell für die Herstellung von medizinischen Produkten. Dafür gibt der Vortrag einen Einblick in die Vorgehensbausteine und angepassten Durchführungsstrategien, die für die Abdeckung der medizinischen Normen definiert wurden. Des Weiteren zeigt der Vortrag die Möglichkeiten auf, die für ein Tailoring im medizinischen Kontext bestehen.

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Dr. Thomas Ternite Prof. Dr. Rausch
Prof. Dr. Rausch / Dr. Thomas Ternité
WEIT e.V.

Neuigkeiten aus der V-Modell Weiterentwicklung

Wie geht es mit dem V-Modell XT weiter? Welche Änderungen sind in Zukunft zu erwarten und wann erscheint ein neues Release? Was bedeutet ein neues Release für mein laufendes Projekt?

Wie kann ich meine Anregungen an das V-Modell XT Enwicklungsteam herantragen und was passiert damit? Wie erfahre ich, was aus meiner Anfrage geworden ist?

Diese Fragen zu Sein und Werden des V-Modell XT sollen in diesem Vortrag besprochen werden. Wussten Sie beispielsweise, daß seit Veröffentlichung des Release 1.3 einige verbesserte Versionen des V-Modell XT Projektassistenten auf Sourceforge zur Verfügung gestellt wurden?

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Michael Kranz
Michael Kranz
EADS/Cassidian

Erfolgsfaktoren, Schwierigkeiten und Zukunft von flyXT

Dargestellt wird, was bei der Erstellung, Einführung und Pflege des flyXT in Cassidian die Erfolgsfaktoren und Schwierigkeiten waren und sind. Der Blick in die Zukunft zeigt den potentiellen Einfluß der Transformation (Umorganisation) sowie Verbesserungspotential.

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Katrin Schill Roswitha Mueller
Roswitha Müller, Katrin Schill
Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, TÜV Informationstechnik GmbH

TIZIAN – Nachlese zum Pilotprojekt für das V-Modell XT Bayern

2005 wird von der Zentralen IuK-Leitstelle des Bayerischen Ministeriums des Innern eine Variante des V-Modell XT entwickelt. Um das Vorgehensmodell zu testen, wird das Projekt TIZIAN als Pilotprojekt gewählt. TIZIAN beinhaltet die Entwicklung und Einführung eines EDV-Systems für das Qualitätsmanagementsystems in der Lebensmittel-, Futtermittel- und Veterinärüberwachung.
Der Vortrag zeigt die Erfahrungen eines AG/AN-Projekts aus den unterschiedlichen Perspektiven des AG und eines externen Beraters auf. Das Erlernen eines souveränen Umgangs mit dem VM XT, die Vor- und Nachteile der Formalitäten und die Grenzen des VM XT werden thematisiert. Sidestep: Was tun, wenn der AN nur eine Fassade als AG/AN-Schnittstelle aufbaut?

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Andrea Juchem
Andrea Juchem
Gorbit GmbH

Ein Tag im Leben eines V-Modell Beraters

Als Vorgehens- und Methodencoach erhält man viele Fragen zu den unterschiedlichsten Bereichen. Vom Zuschnitt des V-Modell XT über Fragen zu speziellen Dokumenten oder Aktivitäten bis zur besten Art und Weise den Fachbereich zu involvieren. Fragen mit dem Tenor „Muss ich eigentlich auch .... machen?“, „Wie mache ich eigentlich....?“ und „Haben Sie da mal eine Vorlage oder ein Beispiel?“ gehören ebenso zum Tagesgeschäft wie Schulungen oder die Durchführung von Meetings, Reviews und die Organisation von Tests.

Der Vortrag berichtet an Hand eines (gar nicht so) fiktiven Tagesablaufs von kleinen Tricks und Hilfestellungen zu den typischen Fragen die von Projektleitern, QS-Verantwortlichen, Testern, Führungsetage und allen Arten von Mitarbeitern, die mit dem V-Modell XT arbeiten sollen, gestellt werden. Fragen, die sowohl beim ersten Einsatz als auch bei erfahrenen Mitarbeitern doch immer mal wieder aufkommen. Das Ganze wird mit einem Augenzwinkern und Selbstironie in unterhaltsamer, leicht verdaulicher Art erzählt. Anekdoten und Erfahrungen der Teilnehmer sind jederzeit erwünscht.

Der Vortrag bricht eine Lanze für Pragmatismus und das richtige Augenmaß für die Dinge die wichtig und notwendig in Projekten sind.

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Stand 30.09.11